Die Entwicklung der Ausbildung im Bereich Elektrotechnik ist sehr stark mit der historischen Entwicklung der Elektrotechnik verbunden.
Vor rund 110 Jahren wurde die erste Glühlampe erfunden. 1882 baute Werner von Siemens die erste Glühlampenfabrik. Der Preis pro Lampe lag bei rund sieben Mark - mehr als zwei Tageslöhne eines Maurers. Für die Installation jeder Lampe musste gar der Vierteljahresverdienst eines Handwerkers - bis zu 230 Mark - bezahlt werden.
In unserem Kreisgebiet versorgten Lohnmüller an Kyll, Nims und Sauer ab 1910 die ersten Orte mit elektrischer Energie zum Betreiben von Motoren. Anfang 1921 brannte im Waisenhaus Bitburg das erste elektrische Licht. Die Versorgung erfolgte von der Christiansmühle in Stahl über eine Hochspannungsleitung nach Bitburg.
Die ersten elektrotechnischen Installationen wurden von Schmieden und Klempnern durchgeführt. Das Berufsbild des Elektrikers entwickelte sich erst um die Jahrhundertwende; natürlich nicht in der uns heute bekannten Vielfalt.
Vor dem Zweiten Weltkrieg wurden die ersten Elektriker sonntags in der Stockstraße von Herrn Weber (RWE BV Trier) unterrichtet.
Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die ersten Metall- und Elektriker-Klassen in einer Baracke am heutigen Standort des Schwimmbades untergebracht.
Unter erschwerten Bedingungen unterrichtete Herr Daum (RWE BV Trier) nebenamtlich die ersten Elektriker; seine ersten Schüler waren u. a. Innungsobermeister, Herr Arnold Schares, und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Herr Paul Benzschawel, der am 21.11.1947 mit zwei weiteren Klassenkameraden nach einjähriger Lehrzeit seine Gesellenprüfung ablegte.
Nach dem Errichten eines Schulgebäudes (jetziger Altbau) in der Rittersdorfer Straße konnten im Jahre 1954 alle Berufsschulklassen in neue Klassenräume einziehen.
Im Jahre 1957 übernahm Franz Dörr die Elektro-Klassen; einer der jetzigen Fachlehrer, Karl-Heinz Krames, besuchte diese Klasse von 1968 bis 1970.
1970 wurde die Berufsbildende Schule Bitburg mit den heutigen Neubau erweitert. Damit erhielten auch die Elektrofachklassen neue Labor- und Klassenräume.
2000 erfolgte die Namensgebung in Theobald-Simon-Schule Bitburg.
Heute sind vier Fachlehrer in der Elektroabteilung der Theobald-Simon Schule tätig:
StR Matthias Antony
StR Thomas Brungs
StR Günther Eiden
StD Karl-Heinz Krames
Fl Markus Rass
Die Kollegen StD Wolfgang Hagemann und StR Klaus Schmitt sind im Ruhestand; der Kollege Heinz Brauns, bis 1986 an der TSS Bitburg, ist Schulleiter an der Berufsbildenden Schule in Gerolstein.