Entstehung unserer Corporate Idendity


Frau Diplom-Designerin Ricarda Naujoks und der ehemalige Schulleiter Herr OStD Hansjürgen Cornelius

Auszug aus der Ansprache von Frau Naujoks und Begründung der Gestaltung des Logos anlässlich der Abschlussfeier unser Berufsoberschüler und Fachschüler:

Eine Corporate Identity ist in der heutigen Zeit äußerst wichtig. Zunehmend beschäftigen sich auch Schulen mit diesem Thema, wie jetzt die Theobald-Simon-Schule. Sie möchte ein Erscheinungsbild nach außen haben, sich von anderen Schulen unterscheiden, ein "Wir"-Gefühl bei Schülern und Lehrern erzeugen. Dies kann nur geschehen mit der Konzeption einer Corporate Identity. Sie spiegelt das Selbstverständnis der Schule wieder und gibt ihr eine Identität.

Diese Identität besteht bereits, das Selbstverständnis ist da und die Leitsätze sind geschrieben. Nun ist es daran, diese Identität nach außen zu transportieren mit Hilfe eines gut durchdachten Corporate Designs, welches mit der Gestaltung des Logos beginnt.

Betrachtet man beispielsweise das Logo der Stadt Bitburg, so werden in jedem von uns ähnliche Assoziationen geweckt. Die leichte Pinselstrichoptik ist oft zu sehen in dieser Region (beispielsweise auch in Trier), welches ihm direkt den regionalen Bezug liefert. Zusätzlich wirkt es leicht, beschwingt, aktiv und jung durch diese lockere Art der Umsetzung. Im Zentrum steht das Tor, ein Zeichen mit sehr großem Interpretationswert. Es ist offen, veranschaulicht somit die Offenheit Bitburgs der Welt gegenüber und die Offenheit, die Bitburg seinen Besuchern entgegenbringt. Zusätzlich veranschaulicht das Tor immer den Schritt in etwas Neues, in die Zukunft, die neue Perspektiven bringt. Diese Metapher nimmt die Stadt Bitburg immer wieder auf.

Dies ist ein sehr wichtiger Schritt zur Schaffung eines Corporate Designs. In den Köpfen der Leute setzt sich diese Verbindung der Stadt Bitburg mit dem Symbol des Tores fest und wird so automatisch immer mit ihm in Verbindung gebracht. Genau dies ist der Schritt, den diese Schule nun gehen wird, die Schaffung eines Erscheinungsbildes, die mit dem Logo beginnt und sich dann durch die gesamte Darstellung nach außen ziehen sollte.

Bei der Gestaltung des Logos mussten viele Dinge bedacht werden. Es soll repräsentativ stehen für die Schule. Es muss Strukturen, Leitsätze, regionale Gegebenheiten oder ähnliches veranschaulichen, je nachdem, wo die Schwerpunkte gesetzt werden. Aber das ist nicht alles. Die Assoziationen die bei der Betrachtung des Logos im Betrachter wach werden, sind äußerst entscheidend. Sie vermitteln ihm ein Gefühl, welches automatisch mit der Schule in Verbindung gebracht wird.

Mir war es bei diesem Logo zunächst wichtig, einen regionalen Bezug zur Stadt Bitburg herzustellen. Bei meiner Recherche bin ich nun immer wieder auf das Tor gestoßen als den wesentlichen Bestandteil des Bitburger Logos. Diese Metapher stehend für Weltoffenheit lässt sich sehr gut in einen Bezug zu dieser Schule setzen. Weltoffenheit ist in ihren Leitsätzen fest verankert.

Das Tor habe ich also als Grundlage für dieses Logo übernommen, um einerseits den regionalen Bezug zur Stadt Bitburg einzubringen und die Assoziation der Weltoffenheit zu gewährleisten. Ich habe es dreimal verwendet. Dies begründet sich durch die drei Ausbildungsbereiche, die hier angeboten werden: den gewerblichen, den kaufmännischen und den hauswirtschaftlichen- sozialpflegerischen Bereich. Die Gestaltung dieser drei Tore ist so frei gehalten, dass man sie ohne Probleme auch als Lebenswege in diesen drei Bereichen deuten kann. Diese Lebenswege werden hier eingeleitet und geprägt! Sie verjüngen sich perspektivisch nach hinten, was nicht nur der formalen Gestaltung dienlich ist, sondern auch den Begriff „Perspektive“ an sich veranschaulicht. Perspektiven, die diese Schule ihren Schülern gibt.
Wie sie sehen, lässt dieses Logo trotz des sachlichen Hintergrundes sehr viel Platz für Interpretationen aller Art. Betrachtet man es länger, so lassen sich beispielsweise die Buchstaben T und S finden, stellvertretend für Theobald Simon, den Namensgeber dieser Schule.

Es ist ein sehr aktives und bewegtes Zeichen, was folglich auch für Aktivität und Bewegung der Schule und jedem, der sich mit ihr verbunden fühlt, steht. Daher war es mir wichtig, die Farben unterstützend zu dieser Eigenschaft zu wählen. Weg von blau und grün musste ein neues Farbschema gefunden werden.
Rot, orange und gelb wirken warm aber bewegt, also genau das Richtige für dieses Logo und die Schule, für die es steht. Sie unterstützen das Zeichen in seiner Aussagekraft, welches dadurch an Stärke gewinnt.

Diese sollte nicht gestört werden durch eine falsche Schriftwahl. Die Schrift habe ich so sachlich wie nur möglich gewählt, um eine Konkurrenz zu dem Zeichen zu vermeiden. Sie ist dunkelgrau gehalten, schwarz wäre zu aufdringlich.
Die Schriftart nennt sich Futura, eine sehr schlicht und sachlich gehaltene Schrift.
Ich hoffe, dass ihnen dieses Zeichen gefällt, positive Assoziationen in ihnen weckt und sie sich damit identifizieren können.

Ricarda Naujoks  

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