Beschreibung

In Rheinland-Pfalz besuchen jährlich rd. 3000 Jugendliche nach Erfüllung der allgemeinen Schulpflicht ein Berufsvorbereitungsjahr. Ziel dieser in der Regel einjährigen Maßnahme ist es, die Jugendlichen so zu qualifizieren, dass sie im Anschluss ein Ausbildungs- und Arbeitsverhältnis eingehen können. Dabei ist die Vermittlung von Grundqualifikationen und Grundkompetenzen mit der Persönlichkeitsstabilisierung und Hilfen zur Bewältigung von Lebensproblemen zu verbinden. Im Berufsvorbereitungsjahr können die Jugendlichen verschiedene Arbeitsfelder wie Metall- und Kraftfahrzeugtechnik, Holztechnik, Pflege und Gesundheit, Ernährung und Hauswirtschaft erproben. Außerdem ist der nachträgliche Erwerb des Hauptschulabschusses möglich. Allgemeine, fachtheoretische und fachpraktische Inhalte werden eng miteinander verzahnt. Teilqualifikationen können besonders zertifiziert werden. Betriebspraktika bilden eine wesentliche Ergänzung. Die Umsetzung des Lehrplans setzt eine besondere Teamarbeit im Lehrerkollegium voraus.

Aufnahmevoraussetzungen

Jugendliche mit mindestens 9-jähriger Schulzeit und einem Abgangszeugnis der Hauptschule oder einem Abgangs- oder Abschlusszeugnis der Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen oder einem gleichwertigen Abschluss.

Dauer

Das Berufsvorbereitungsjahr wird in der Regel in Vollzeitunterricht geführt, ist nach Berufsfeldern gegliedert und dauert ein Schuljahr.

Übergangsmöglichkeiten

Im Anschluss an das Berufsvorbereitungsjahr sind z. B. folgende Übergänge möglich: Eintritt in eine BerufsausbildungÜbergang in die Berufsfachschule I (nach Erwerb des Hauptschulabschlusses)Eintritt in eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme der Bundesagentur für Arbeit